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Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.
Gender kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern.
Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar.
Mainstreaming (englisch für "Hauptstrom") bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.

Wozu „Gender Mainstreaming“?
Viele der bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sind nicht auf biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen zurückzuführen, sondern haben gesellschaftliche Ursachen:
Was uns als „natürlicher Unterschied“ zwischen den Geschlechtern vorkommt, ist vielfach dadurch bedingt, dass Frauen und Männer unterschiedliche Rollen und Positionen wahrnehmen und ihnen solche unterschiedlichen Rollen auch zugeschrieben werden. Diese Rollen, Positionen und Zuschreibungen ermöglichen unterschiedliche Zugänge zu z.B. Zeit, Geld und Entscheidungsmacht und beinhalten damit häufig auch gesellschaftliche Vor- und Nachteile.


Das Ziel von Gender Mainstreaming ist die Gleichstellung von Männern und Frauen. Es geht dabei weder um eine Gleichmacherei zwischen den Geschlechtern noch um das Festschreiben von Unterschieden oder Rollenzuweisungen. Vielmehr bedeutet Gleichstellung, dass :

  • Männer und Frauen gleiche Chancen auf Partizipation und Teilhabe im Arbeits- und Sozialleben erhalten,
  • bestehende Benachteiligungen aktiv abgebaut werden und
  • Männern und Frauen eine von traditionsbezogenen Rollenzuweisungen freie und selbstbestimmte Lebensgestaltung möglich ist.


Gender Mainstreaming im Jobcenter Landkreis Böblingen
Das Jobcenter Landkreis Böblingen erhebt laufend Daten über die Geschlechtszuordnung der Arbeitslosengeld II-Bezieher, um gezielt Leistungen und Aufschlüsselungen zu den geschlechtsbezogenen Merkmalen auf dem Arbeitsmarkt geben zu können. Insbesondere können so Maßnahmen für bestimmte Kundenkreise eingerichtet werden und eine passgenauere Vermittlung und Integration stattfinden. Ein Beispiel für die an den örtlichen Kundenkreis und die Verteilung von Männern und Frauen im Bezug von Arbeitslosengeld II ist eine spezielle Maßnahme für Frauen, die nach der Elternzeit wieder in Ihren Beruf zurückkehren wollen. Außerdem versucht das Jobcenter Landkreis Böblingen Eingliederungsmaßnahmen wenn möglich auch in Teilzeit anzubieten um so z.B. auf die Bedürfnisse alleinerziehender Frauen einzugehen.

Zum Gender Datenreport der Bundesregierung gelangen Sie hier http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Publikationen/genderreport/0-einleitung.html

Arbeitsmarktberichte Gender Mainstreaming

Weitere Details zum Gender Mainstreaming im Jobcenter Landkreis Böblingen können Sie dem Arbeitmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit entnehmen.